Schlafstörungen

Der gesunde Mensch hat meist einen guten Schlaf. Aber auch er hat immer wieder einzelne Nächte, in denen er nicht gut schläft. Das ist meist unproblematisch und braucht nicht überbewertet zu werden. Wann jedoch wird ungenügender Schlaf oder häufige Schlafunterbrechungen zum Problem? Nun, dies ist individuell zu sehen. Der eine leidet massiv unter den Schwierigkeiten beim Ein- oder Durchschlafen; für den anderen sind dieselben Schwierigkeiten scheinbar kein Problem.

Damit wird klar, dass wir eine möglichst objektive Sichtweise dieser Problematik benötigen. Und die gibt es auch tatsächlich. Dazu ist es wichtig zu wissen, dass ausgeprägte Schlafstörungen manchmal keine eigenständige Krankheit sind, sondern ein Symptom darstellen. Sie können ein Warnhinweis des Körpers auf eine andere Störung sein – und diese Störung gilt es dann zuallererst herauszufinden und zu behandeln.

Problematisch ist bei Schlafstörungen immer der chronische Zustand, also ein nicht ausreichender Schlaf über längere Zeit. Denn dies wird zu einer zunehmend herabgesetzten geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit führen.

Schlafstörungen können auch ein erster Hinnweis auf einen chronischen Stresszustand darstellen. Dieser Zustand, auch als „Neurostress“ oder „Stresskrankheit“ bezeichnet, schädigt auf Dauer den Organismus. Er kann zu organischen Schädigungen, z.B. der Nebenniere oder des Gehirns führen. Auch das Risiko, z.B. an Herzinfarkt, Schlaganfall oder Diabetes zu erkranken, ist deutlich erhöht. Die Gefahr der Entstehung eines Burnouts ist ebenfalls gegeben.